GOOGLE · FLOW ENDFRAME-TIMELAPSE

Zwei Bilder. Ein ganzer Tag in acht Sekunden.

Die meisten Timelapse-Versuche scheitern am Ende: Der Clip läuft irgendwohin, nur nicht dorthin, wo du ihn haben wolltest. Der Trick ist ein zweites Bild. Startframe im Tageslicht, Endframe in der Aurora-Nacht, und Flow rechnet ausschließlich die Zeit dazwischen.

Zwei Bilder aus ChatGPT oder Nano Banana (auch kostenlos) · Google Flow (Google AI Pro, ab 21,99 €/Monat) · ca. 15 Minuten pro Clip

Startframe: Island-Wasserfall im Tageslicht mit blauem Himmel START Endframe: derselbe Island-Wasserfall bei Nacht unter grünem Nordlicht ZIEL
8 SEK. DAZWISCHEN
Island · WasserfallTag → Nordlicht · 8 Sek. · 9:16
Startframe: Hamburger Hafencity aus der Luft im Abendlicht START Endframe: dieselbe Hafencity in der blauen Stunde mit eingeschalteter Beleuchtung ZIEL
8 SEK. DAZWISCHEN
Hamburg · HafencityAbendlicht → blaue Stunde · 8 Sek. · 9:16

Was den Endframe-Timelapse besonders macht.

Vier Dinge unterscheiden einen Timelapse, der sauber in der Nacht ankommt, von einem, der auf halber Strecke die Landschaft umbaut.

01 · BEIDE ENDEN FIX

Flow erfindet nur den Weg, nicht das Ziel.

Im Modus „Frames to Video“ füllst du beide Slots: erster Frame und letzter Frame. Damit ist die Aufgabe nicht mehr „mach einen Timelapse“, sondern „komm von hier nach dort“. Das ist der ganze Unterschied, denn eine offene Aufgabe beantwortet ein Videomodell jedes Mal anders, eine geschlossene fast immer gleich.

02 · EIN MOTIV, ZWEI LICHTER

Der Endframe wird aus dem Startframe geboren.

Zwei unabhängig generierte Bilder sehen ähnlich aus, sind aber nie deckungsgleich: Kamerahöhe, Brennweite, Geländekante, alles wandert ein paar Prozent. Deshalb entsteht der Endframe nicht neu, sondern aus dem Startframe als Referenz, mit genau einer Änderung: der Tageszeit. Wische im Mockup über das Bild und du siehst, warum das funktioniert.

03 · DIE ZEITKURVE

Vier Stationen, keine Sprünge.

Ein Timelapse ist kein Überblenden zwischen zwei Zuständen, sondern eine Kette: Tageslicht, Goldstunde, blaue Stunde, Nacht. Steht diese Reihenfolge im Prompt, wandert das Licht kontinuierlich durch. Fehlt sie, sucht Flow sich den kürzesten Weg und der ist ein harter Schnitt in der Mitte.

04 · WAS SICH BEWEGEN DARF

Nur Luft und Wasser, niemals Gestein.

Der Prompt teilt die Szene in zwei Kategorien: Wolken, Nebel, Wasser, Schiffe und Licht dürfen sich bewegen, Fels, Gebäude, Straßen und Geländeform nicht. Diese Trennung explizit auszusprechen klingt übertrieben, ist aber der Grund, warum die Bergkante nach acht Sekunden noch dieselbe Bergkante ist.

Wie der Endframe-Timelapse wirklich arbeitet.

01 · Frames to Video

Zwei Slots statt einer Textzeile.

Flow bietet neben „Text to Video“ und „Image to Video“ den Modus „Frames to Video“ mit zwei Bild-Slots. Die meisten füllen nur den ersten und wundern sich über wechselnde Ergebnisse. Der zweite Slot ist kein Extra, er ist die halbe Regie: Er legt fest, wie das letzte Bild aussieht, und alles davor muss dort hinführen.

02 · Der Interpolations-Korridor

Weniger Freiheit, weniger Fehler.

Mit nur einem Startframe hat das Modell nach zwei Sekunden freie Hand, und genau da entstehen die typischen Timelapse-Fehler: Bäume, die wachsen, Häuser, die die Fassade tauschen. Mit einem fixen Endframe ist der Korridor an beiden Enden verschlossen. Abweichungen in der Mitte wären teuer, weil das Modell trotzdem im Ziel ankommen muss.

03 · Referenzbild-Kette

Foto → Startframe → Endframe.

Die Bilder entstehen nacheinander, nicht parallel. Ein echtes Foto oder ein Screenshot deines Orts geht als Referenz in die Bildgenerierung und liefert den Startframe in 9:16. Dieser Startframe geht wiederum als Referenz in die zweite Generierung, die ausschließlich das Licht austauscht. Jede Stufe erbt die Geometrie der vorherigen.

04 · Acht Sekunden, dann ketten

Kein Clip wird länger, es werden mehr.

Acht Sekunden sind das Maximum pro Generierung, und für einen kompletten Tag-Nacht-Bogen ist das genau richtig. Brauchst du mehr, generierst du nicht länger, sondern hängst an: Der Endframe des ersten Clips wird der Startframe des zweiten. So bekommst du eine durchgehende Nacht-bis-Morgen-Sequenz aus drei sauberen Achtsekündern statt einem driftenden Langclip.

Vier Fälle, in denen der Endframe alles entscheidet.

01 · Reise & Landschaft

Das Nordlicht auf Kommando

Der Moment, für den echte Fotografen eine Woche in Island campen, ist im Endframe eine Prompt-Zeile. Der Wasserfall oben ist genau das: Tageslicht als Start, grünes Polarlicht als Ziel, dazwischen acht Sekunden, die den ganzen Abend erzählen.

02 · Stadt & Architektur

Wenn die Lichter angehen

Bei Städten liegt der Reiz nicht im Sonnenuntergang, sondern im Umschalten: Fensterreihen, Straßenlaternen, Kranlichter im Hafen. Der Hamburg-Clip oben nutzt das Abendlicht als Start und die blaue Stunde als Ziel, weil dort der Kontrast zwischen kaltem Himmel und warmen Fenstern am größten ist.

03 · Immobilien & Standort

Ein Objekt, zwei Stimmungen

Aus einem einzigen Außenfoto wird ein Clip, der das Objekt bei Tag zeigt und bei beleuchteter Nacht endet. Weil die Geometrie aus dem echten Foto kommt, bleibt das Gebäude erkennbar das Gebäude, statt zu einem generischen AI-Haus zu werden.

04 · Reel-Opener

Acht Sekunden, die halten

Ein Timelapse hat einen eingebauten Spannungsbogen: Man bleibt dran, weil man wissen will, wie es endet. Als Opener vor einem Talking-Head hält der Clip den Daumen an, und der Text kann in den ruhigen Himmel im oberen Bilddrittel.

Deine drei Prompts zum Kopieren.

Prompt 1 ist die Bild-Vorlage, die du zweimal benutzt: einmal für den Startframe, einmal für den Endframe. Prompt 2 ist der Flow-Prompt, der die beiden Frames verbindet. Prompt 3 ist das komplett ausgefüllte Beispiel, mit dem der Island-Clip oben entstanden ist. Platzhalter in [eckigen Klammern] ersetzen, den Rest genau so stehen lassen.

1Bildgenerator · erzeugt Startframe UND Endframe (9:16)
01-frames-bild.txt
Create a premium photorealistic vertical 9:16 image of [ORT / SZENE], designed for a fullscreen Instagram Reel.
Use the provided reference image as the spatial and visual ground truth.

MAIN SUBJECT: Show [HAUPTMOTIV / LANDMARK] clearly and prominently in the composition. Keep its real shape, proportions, architecture, materials, and surrounding environment accurate.

ENVIRONMENT: Include [WICHTIGE HINTERGRUND-ELEMENTE]. Include [WICHTIGE VORDERGRUND-ELEMENTE]. Preserve the real geography, roads, buildings, landscape, water, mountains, vegetation, or infrastructure visible in the reference.

COMPOSITION: Vertical 9:16 fullscreen mobile composition. [KAMERA-PERSPEKTIVE: aerial drone / street level / elevated viewpoint / wide landscape / close architectural view]. Place [HAUPTMOTIV] in [POSITION IM BILD]. Create strong foreground-to-background depth. Keep the composition cinematic, balanced, spacious, and visually impressive.

TIME OF DAY: [TAGESZEIT: sunrise / daylight / golden hour / sunset / blue hour / night].

LIGHTING: [LICHT-BESCHREIBUNG, z. B. warm low-angle golden-hour sunlight / bright natural midday sunlight / dramatic orange and pink sunset light / deep blue-hour atmosphere / realistic nighttime illumination].

ATMOSPHERE: [WETTER: clouds / mist / snow / clear sky / fog]. Natural atmospheric perspective. Realistic depth and visibility.

VISUAL QUALITY: Ultra-photorealistic professional photography. Premium cinematic photography. Extremely detailed. Realistic materials and reflections. Natural lighting. High dynamic range. Realistic depth. Professional full-frame camera quality. 8K-quality appearance. Sharp but not artificially oversharpened. No CGI appearance. No illustration.

CRITICAL FIDELITY: Preserve the reference environment as faithfully as possible. Keep the geography, architecture, landscape, proportions, perspective, and composition coherent with the reference image.

Do not redesign [HAUPTMOTIV]. Do not invent new landmarks. Do not add random buildings or objects. Do not alter the geography. Do not create fantasy architecture. Do not add text. Do not add logos. Do not add labels. Do not add interface elements. Do not add watermarks.

The final result should look like an exceptionally high-end professional photograph of [ORT / SZENE], optimized for a cinematic vertical 9:16 Instagram Reel.

Zweimal ausführen: Beim ersten Durchlauf ist die Referenz dein echtes Foto oder ein Kartenscreenshot, TIME OF DAY steht auf Tag. Beim zweiten Durchlauf ist die Referenz das gerade erzeugte Startframe-Bild, und du änderst ausschließlich TIME OF DAY, LIGHTING und ATMOSPHERE auf die Nachtwerte. Alles andere bleibt Wort für Wort stehen.

2Google Flow · Frames to Video, beide Slots gefüllt
02-frames-video.txt
Use the first image as the exact start frame and the second image as the exact end frame.
Create one continuous cinematic timelapse of [ORT / SZENE] in vertical 9:16.
The camera perspective, framing, geography, architecture, terrain, landscape, and all permanent environmental elements must remain consistent with the two reference images.
Keep [HAUPTMOTIV / LANDMARK] as the main visual anchor throughout the entire shot.

TIME PROGRESSION: Create a smooth accelerated transition from [START-ZUSTAND] into [END-ZUSTAND].
Example: bright daylight → golden hour → sunset → dusk → deep night.
The transformation must happen continuously and naturally, never as an abrupt scene change.

LIGHTING: The light should evolve realistically throughout the timelapse. The sun position, ambient light, reflections, shadow direction, shadow length, and overall color temperature change naturally according to the progression of time.
At night, activate realistic existing light sources such as: [NACHT-LICHTQUELLEN: streetlights / windows / headlights / harbor lights / architectural lights / neon].

ATMOSPHERE: [ATMOSPHÄRE, z. B. clouds drifting and morphing, fog moving through the landscape, waterfall mist evolving, snow clouds passing, aurora borealis slowly appearing and dancing across the sky] move naturally in accelerated timelapse motion.

MOVEMENT: Animate logical moving elements such as: [BEWEGTE ELEMENTE, z. B. people, cars, trains, ships, boats, clouds, water, waves, waterfalls].
These elements should move in natural accelerated timelapse motion with subtle realistic motion blur or light trails where appropriate.

CAMERA: One continuous shot only. [KAMERA: completely static tripod / very slow pan right / very slow pan left]. Highly stable cinematic camera. Minimal parallax. No zoom. No cuts. No transitions. No sudden camera movement. No camera wobble.

ENVIRONMENT FIDELITY: Preserve the environment exactly. Do not redesign [HAUPTMOTIV]. Do not add or remove buildings. Do not alter the geography. Do not change permanent environmental objects. Do not create fantasy elements. Do not distort architecture or landscape. Do not introduce random objects. Do not add text, logos, labels, interface elements, or watermarks.

QUALITY: Ultra-photorealistic. Premium cinematic timelapse. Natural lighting physics. Realistic atmospheric motion. Smooth temporal progression. High detail. Clean image stability. No flicker. No geometry warping. No scene reconstruction.

The final result should feel like a real professional long-duration timelapse of [ORT / SZENE], compressed into a short cinematic vertical Instagram Reel.
3Ausgefülltes Beispiel · so ist der Island-Clip oben entstanden
03-island-beispiel.txt
=== A) STARTFRAME (Referenz: echtes Foto des Wasserfalls) ===

Create a premium photorealistic vertical 9:16 image of an Icelandic highland waterfall in late winter, designed for a fullscreen Instagram Reel. Use the provided reference image as the spatial and visual ground truth.

MAIN SUBJECT: Show the wide curtain waterfall dropping into a dark basalt gorge clearly and prominently in the lower half of the frame. Keep its real width, drop height, rock shape and surrounding terrain accurate.

ENVIRONMENT: Include the snow-dusted plateau and the flat-topped ridge on the horizon behind the falls, and the braided river feeding the drop. Include the wet black basalt boulders, patches of green moss and the turquoise plunge pool in the foreground. Preserve the real geography of the gorge.

COMPOSITION: Vertical 9:16 fullscreen mobile composition, elevated viewpoint slightly above the lip of the falls. Place the waterfall centred in the lower two thirds, with the open sky filling the upper third. Create strong foreground-to-background depth.

TIME OF DAY: daylight, shortly before golden hour.
LIGHTING: bright natural daylight with warm low-angle sun grazing the ridge from the left, soft highlights on the snow, cool shadow in the gorge.
ATMOSPHERE: high thin cirrus clouds across a deep blue sky, dense spray mist rising from the plunge pool, clear visibility.

VISUAL QUALITY: Ultra-photorealistic professional photography. Extremely detailed. Realistic materials and reflections. High dynamic range. Professional full-frame camera quality. Sharp but not artificially oversharpened. No CGI appearance. No illustration.

CRITICAL FIDELITY: Preserve the reference environment as faithfully as possible. Do not redesign the waterfall. Do not invent new landmarks. Do not alter the geography. Do not add text, logos, labels or watermarks.


=== B) ENDFRAME (Referenz: das Bild aus Schritt A) ===

Same prompt as above, with the reference image replaced by the start frame from step A, and only these three blocks changed:

TIME OF DAY: deep night.
LIGHTING: realistic nighttime illumination only, no artificial light sources in the landscape, the scene lit by starlight and by the aurora itself, cold blue-green ambient light on the snow and on the water.
ATMOSPHERE: clear starry sky with a strong green aurora borealis arcing across the upper third of the frame, faint aurora reflection in the river and plunge pool, spray mist still rising from the falls.

Keep the waterfall, the gorge, the ridge line, the river bend, the boulders and the exact camera position identical to the reference image. Change nothing but the time of day and the lighting.


=== C) FLOW · FRAMES TO VIDEO (Bild A = erster Frame, Bild B = letzter Frame) ===

Use the first image as the exact start frame and the second image as the exact end frame.
Create one continuous cinematic timelapse of an Icelandic highland waterfall in vertical 9:16.
The camera perspective, framing, geography, terrain, gorge shape and all permanent environmental elements must remain consistent with the two reference images.
Keep the waterfall as the main visual anchor throughout the entire shot.

TIME PROGRESSION: Create a smooth accelerated transition from bright late-afternoon daylight into deep starry night with a full aurora display: daylight → golden hour → sunset → dusk → blue hour → deep night. The transformation must happen continuously and naturally, never as an abrupt scene change.

LIGHTING: The light evolves realistically throughout the timelapse. Sun position, ambient light, reflections, shadow direction, shadow length and overall color temperature change naturally with the progression of time. As night falls, the only light sources are starlight and the aurora, casting a cold green-blue glow on snow, rock and water.

ATMOSPHERE: Thin cirrus clouds drift and morph across the sky, the waterfall spray mist keeps evolving and rolling out of the gorge, and towards the end an aurora borealis slowly appears and dances across the sky in accelerated timelapse motion.

MOVEMENT: Animate the falling water, the churning plunge pool, the braided river and the drifting clouds in natural accelerated timelapse motion with subtle realistic motion blur.

CAMERA: One continuous shot only. Completely static tripod. Highly stable cinematic camera. Minimal parallax. No zoom. No cuts. No transitions. No sudden camera movement. No camera wobble.

ENVIRONMENT FIDELITY: Preserve the environment exactly. Do not redesign the waterfall. Do not add or remove rocks or landforms. Do not alter the geography. Do not create fantasy elements. Do not distort the landscape. Do not add text, logos, labels or watermarks.

QUALITY: Ultra-photorealistic. Premium cinematic timelapse. Natural lighting physics. Realistic atmospheric motion. Smooth temporal progression. Clean image stability. No flicker. No geometry warping. No scene reconstruction.

In 5 Schritten startklar.

01

Referenz für den Ort besorgen

Ein eigenes Foto ist die beste Referenz, ein Screenshot aus Google Maps im 3D-Modus oder Street View funktioniert genauso. Wichtig sind drei Dinge: erkennbares Hauptmotiv, sichtbarer Himmel im oberen Drittel und eine Perspektive, die man vom Boden oder aus der Drohne tatsächlich einnehmen könnte.

02

Startframe erzeugen

Prompt 1 einsetzen, Referenzbild anhängen, Ort, Hauptmotiv und Tageslicht eintragen, Format 9:16. Zwei bis drei Varianten erzeugen und die nehmen, bei der die Geometrie am dichtesten an der Referenz liegt, nicht die schönste. Der Startframe ist die Grundlage für alles Weitere, ein Fehler hier zieht sich durch beide Folgeschritte.

03

Endframe aus dem Startframe ableiten

Denselben Prompt erneut schicken, aber diesmal mit dem Startframe als Referenzbild, und nur TIME OF DAY, LIGHTING und ATMOSPHERE auf die Nachtwerte setzen. Danach beide Bilder übereinanderlegen und prüfen: Liegen Horizont, Gebäudekanten und Vordergrundobjekte an derselben Stelle? Wenn nicht, den Endframe neu erzeugen, nicht im Video reparieren wollen.

04

In Flow beide Slots füllen

Auf labs.google/flow ein neues Projekt anlegen, Modus „Frames to Video“ wählen, Startframe in den ersten und Endframe in den zweiten Slot laden. Format auf 9:16 stellen, bevor du generierst. Dann Prompt 2 einsetzen und die Platzhalter füllen, besonders die Zeitkette und die Liste der Nacht-Lichtquellen.

05

Zwei Takes prüfen, dann veröffentlichen

Zwei Generierungen reichen meist. Beim Prüfen nur auf drei Dinge achten: Bleibt die Geländekante stabil? Kippt das Licht kontinuierlich oder springt es? Gehen die Nachtlichter plausibel an? Wenn eins davon kippt, liegt es fast immer am Endframe, nicht am Video-Prompt. Danach Musik drunter, Text in den ruhigen Himmel oben.

Setz das Ziel, und die Zeit erledigt den Rest.

Der Unterschied zwischen einem Timelapse, der jedes Mal anders aussieht, und einem, der genau dort landet, wo du ihn haben willst, ist ein einziges zweites Bild. Beide Clips oben sind exakt so entstanden: zwei Frames, ein Prompt, acht Sekunden.

Mehr Tipps auf @till.schae

Häufige Fragen.

Welchen Plan brauche ich für Google Flow?
Google AI Pro (21,99 €/Monat, 1.000 Flow-Credits) ist die praktikable Stufe: Zugang zu Veo 3.1 und genug Credits für regelmäßige Acht-Sekunden-Clips. Google AI Ultra (ab 99,99 €/Monat mit 10.000 Credits, höhere Stufe 219,99 €/Monat mit 25.000 Credits) entfernt zusätzlich das sichtbare Veo-Logo. Der kostenlose Zugang funktioniert im Ansatz, liefert aber niedrigere Qualität und ein Wasserzeichen. Die beiden Standbilder kannst du in ChatGPT oder Nano Banana auch kostenlos erzeugen.
Muss der Endframe wirklich aus dem Startframe generiert werden?
Ja, das ist der entscheidende Schritt. Wenn du zwei Bilder unabhängig voneinander erzeugst, unterscheiden sie sich in Kamerahöhe, Brennweite, Geländeform und Bildaufbau, auch wenn du denselben Text-Prompt benutzt. Flow muss diese Unterschiede dann irgendwie überbrücken und morpht dabei die Landschaft. Lädst du den Startframe als Referenzbild hoch und änderst nur die Tageszeit, bleibt die Geometrie identisch und Flow muss ausschließlich Licht interpolieren.
Warum verformt sich die Landschaft in der Mitte des Clips?
Fast immer, weil die beiden Frames geometrisch nicht deckungsgleich sind. Zweiter häufiger Grund: Der Video-Prompt beschreibt eine Kamerabewegung, die zu groß ist. Bei einem Timelapse mit festen Endpunkten will Flow ohnehin schon viel rechnen, eine Fahrt oder ein Zoom kommt oben drauf. Statisches Stativ oder ein sehr langsamer Pan sind deshalb die einzigen sicheren Kamera-Angaben.
Wie lang darf so ein Timelapse sein?
Acht Sekunden sind das Maximum pro Generierung und gleichzeitig genau richtig: Der komplette Weg von Tageslicht bis Nacht ist damit erzählt, ohne dass das Modell Zeit hat, unterwegs Details zu erfinden. Wenn du mehr brauchst, generierst du nicht länger, sondern kettest: Der Endframe des ersten Clips wird der Startframe des zweiten.
Funktioniert das auch mit einem eigenen Foto statt einem generierten Bild?
Ja, und das ist sogar die stärkere Variante. Dein Foto ist der Startframe, und du gibst es als Referenzbild in die Bildgenerierung, um daraus den Nacht-Endframe abzuleiten. So bekommst du einen Timelapse deines tatsächlichen Ortes, nicht eines erfundenen Ortes, der so ähnlich aussieht. Wichtig ist nur, dass das Foto 9:16 ist, ein sichtbares Stück Himmel hat und vom Stativ oder aus stabiler Position aufgenommen wurde.